1980 – 1989

Die Jahre 1980–1989

1980

Das neue Jahr brachte Veränderungen.

Auf der Hauptmitgliederversammlung am 25. Januar stellten sich die Sportkameraden K.D. Paech und G. Zithier nicht mehr zur Wahl. Sie gaben berufliche Gründe für die Nichtkandidatur an. Damit musste nach 4 Jahren ein Vorstand in neuer Zusammensetzung gewählt werden. 0. Liesenfeld und J. Jakuscheit nahmen die freien Plätze ein, K.H. Mietz, P. Roggenbach und H. Zimmermann sorgten als „alte Vorstandsmitglieder“ dafür, dass die Vorstandsarbeit übergangslos weitergeführt werden konnte.

Für den sportlichen Ablauf gab es die Verlegung der Punktspielsaison. Nach Beendigung der Spielzeit 79/80 wurde parallel zur VBB – Punktspielsaison von August- Mai gespielt.

Die Saison 79/80 wurde Anfang Februar beendet, die neue Spielzeit begann im August, also 6 Monate später. Zur Überbrückung dieses langen Zeitraumes wurde vom FVF eine Beschäftigungsrunde angesetzt.

Die 1. und 2. Mannschaft konnten sich als Staffelsieger in der Beschäftigungsrunde hervortun, wobei die 1. Garnitur von ROT-WEISS so stark eingeschätzte Mannschaften wie W.B. Allianz,BVG Nord und Borussia Tempelhof hinter sich lassen konnte.

In der Zeit vom 4. bis 7. April ging ROT- WEISS auf Reisen. Ziel war das bayerische Städtchen Konstein. Gegen den F.C. Konstein handelte sich unsere Mannschaft eine 1:3 Niederlage ein. Unvergessliche Merkmale für die Reiseteilnehmer waren eine abenteuerliche Massenunterkunft und das „Verlorengehen“ von G. Fieck.

Am 8. Juni gab es die Radtour „Rund um den Teufelsberg“, Veranstalter waren J.Begner, K.-H.- Paech und H.Volkmann.

Das Rot-Weiß – Sportfest wurde am 14. September unter der Leitung vom I.Knossalla, P.Roggenbach und H.Wunderlich durchgeführt.
Die 1. Mannschaft hatte sich in dieser Saison mit den namhaftesten Gegnern des Betriebsfußballs auseinander zu setzen. Die Devise konnte nur lauten – nicht absteigen – und so belegte man nach gutem Start, am Jahresende einen Mittelplatz.

Die 3. und AH- Mannschaften spielten vorn mit; die 2. Mannschaft landete vorerst auf einem Abstiegsplatz, konnte jedoch ein von der BSR veranstaltetes Hallenturnier gewinnen.

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1.Mannschaft: h.R.v.l.:

B.Lange, Utz, Penski, Leuendorf, Pridöhl, R.Lange, Liesenfeld.

Vorne v.l.:

Kirschstein, Pirker, Skowronski, Jakuscheit, Maier

1981

Die 1. Mannschaft zeichnete sich wieder einmal durch Unbeständigkeit aus.

Während zum Ende des Vorjahres ein positives Punktekonto vorhanden war, stand man im April mit 12:16 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz und hatte „Anschluss“ nach unten. Die Wende kam ausgerechnet mit einem 1:0 gegen die BfA.

Das Ergebnis bedeutete den 1. Doppelpunktgewinn im Jahr 1981. Dann folgte allerdings eine Serie von Spielen ohne Niederlage. Das veranlasste die FUWO vom 15. Juni 1981 mit Spielbericht und einer Schlagzeile auf Rot-Weiß aufmerksam zu machen.

 

Am Ende der Punktspielsaison 80/81 belegte die 1. Mannschaft mit 26:22 Punkten den 6. Tabellenplatz und hatte sich deutlich von der unteren Hälfte abgesetzt. Das Torkonto mit 33 geschossenen zu 39 kassierten Treffern wurde negativ abgeschlossen. Die Schussschwäche der ROT- WEISS – Stürmer blieb wie so oft das ungelöste Problem.

 

Die AH – Mannschaft verpasste nur knapp den Wiederaufstieg.

Darüber war keiner der Spieler besonders traurig, so brauchte man in der Senioren- Liga nicht gegen diverse Mannschaften der Stadtreinigung zu spielen.

Die 2. Mannschaft konnte sich in der Leistungsklasse behaupten und belegte den 4. Platz.
Mit einem eindrucksvollen Torkonto schloss die 3. Mannschaft von ROT-WEISS die Punktspielsaison ab. Hier haben manchmal Spieler der 1. Mannschaft Torjagd geübt, ohne damit die Torausbeute in der Ersten zu verbessern.

 

Am 31. Mai gab es die Radtour „Kreuz & Quer durch den Grunewald“.

Ein Grillfest wurde am 27. Juni im Jugendheim Holzmannstraße veranstaltet.

 

Die Sportkameraden  U.Tscheslog, K.Maier und D.Trenkler verließen den Verein. Die beiden Letztgenannten verlegten ihren Wohnsitz nach Amerika bzw. ins Bundesgebiet.

image144Der Sportkamerad B. Penski verlegte aus beruflichen Gründen Anfang Mai seinen Wohnsitz nach Hamburg. Er blieb Vereinsmitglied, doch die 1. Mannschaft verlor einen der Leistungsträger. Wer erinnert sich nicht an seine individuelle Spielweise, sie war für Freund und Feind gleichermaßen schwer auszurechnen.

Vom 18. bis 20. September gab es eine Vereinsreise nachMünchen. ROT-WEISS spielte nicht Fußball, dennoch oder gerade deswegen wurde die Reise ein voller Erfolg. Die Reiseteilnehmer waren im Naturfreundehaus in Dachau hervorragend untergebracht.

Im Hofbräuhaus, auf dem Oktoberfest und am Sonntag im Kloster Andechs  bei Frühschoppen und Brotzeit, ständig waren „Einige“ mit dem süffigen bayerischen Bier beschäftigt. 

Der Besuch dieser Bundesligabegegnung am Sonnabend war einer der Höhepunkte. Der Tabellenzweite empfing den damaligen Spitzenreiter der Bundesliga. Beide Mannschaften konnten den Ansprüchen einer Spitzenbegegnung vollauf genügen. (Bayern-1.FC Köln, 4:2) Die Stimmung im Münchner Olympiastadon, trotz regnerischen Wetters, war für uns Berliner ein eindruckvolles Erlebnis.


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Die im August begonnene Punktspielsaison 81/82 brachte der 1. Mannschaft am Jahresende einen 6. Tabellenplatz.

Die AH – Mannschaft belegte in dieser Saison nach 9 Spielen den 2. Tabellenplatz, hatte zum Spitzenreiter Wasser 75 jedoch einen Rückstand von 4 Punkten. Für einen Aufstieg in die  AH-Liga würde es wohl wieder nicht reichen.

 

1982

Das Jahr der Fußball – WM in Spanien brachte in sportlicher Hinsicht für ROT – WEISS Höhen und Tiefen. Die 1. Mannschaft erreichte nach Siegen gegen BVG Spandau, Strabag, BVG Nord und BVG Lichterfelde das ÖTV – Pokalendspiel. Kampfgeist und Nervenstärke waren die Tugenden, die der Mannschaft diesen Erfolg bescherten. Die Pokalgegner Strabag und BVG Lichterfelde konnten erst nach Elfmeterschießen bezwungen werden. Das Endspiel wurde am 15. Mai im Stadion Wilmersdorf ausgetragen, der Gegner war die STADTREINIGUNG. Hier machte ROT – WEISS bei einem 0:2 keine besonders gute Figur.

Trotz der Niederlage ist zu vormerken, dass die Endspielteilnahme im ÖTV- Pokal als derbisher größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte anzusehen ist.

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Nach dem Endspiel trafen sich beide Mannschaften erst zu einem gemeinsamen Mittagessen und danach im Jugendheim Holzmannstraße, wo ROT – WEISS zur Feier des Tages eine Grillparty veranstaltete.

 

Die ÖTV- Pokalrunde 82/83 brachte dann den sportlichen Tiefpunkt.

Platzierungen in der Punktspielsaison 81/82:

  1. Mannschaft: Platz 5
  2. Mannschaft: Platz 10
  3. AH-Mannschaft: Platz 4

Für die Punktspielsaison 82/83 wurde die 3. Mannschaft nicht mehr gemeldet. Begründung; mit 57 aktiven Mitgliedern ist der Spielbetrieb mit 4 Mannschaften nicht aufrechtzuerhalten. Die vergangene Saison hat gezeigt, dass viele „Aktive“ zu selten für den Spielbetrieb zur Verfügung stehen. Für andere ROT-WEISS – Mitglieder verminderte sich damit das Spielangebot.

Nach der 1.Mannschaft schieden auch die beiden anderen Rot-Weiß-Mannschaften aus dem jeweiligen Pokalwettbewerb aus.

Bis in das Halbfinale drang die AH – Mannschaft nach Siegen gegen Herta- Schweissfurth, Flor-Otis und BA Reinickendorf vor, dann kam das Pokal-Aus mit einer klaren 1:7 Niederlage gegen die Mannschaft von Feuerwehr-Süd.

Die Platzierungen am Jahresende in der Punktspielsaison 82/83 brachten nichts Neues. Die 1. Mannschaft hatte einen Platz im Mittelfeld, die 2. und AH- Mannschaften im unteren Tabellendrittel.

Außer der Grillparty am Tage des Pokalendspiels gab es am 18.12. im Jugendheim Holzmannstraße eine Weihnachtsfeier. Weitere Veranstaltungen wie die Faschingsfeiern der letzten Jahre hatte ROT- Weiß in diesem Jahr nicht zu bieten.

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Grillfeier 1983: Rodewald, Zimmermann, P.Roggenbach
Fasching Anfang der 80er: W.Zingler, M. Roggenbach, P.Roggenbach, G.Zithier, B.Zithier, G.Paech

1983

Die 1. Mannschaft stand in der Punktspielsaison unter besonderem Leistungsdruck. Aus den beiden Ligastaffeln A und B sollten in der nächsten Saison die jeweils ersten sieben Mannschaften die neue Oberliga bilden. Erst mit den beiden letzten Punktspielen konnte sich ROT – WEISS auf den 6. Tabellenplatz vorschieben und sich damit die Zugehörigkeit zur Oberliga sichern.

Einen Tabellenplatz im unteren Drittel erreichte die 2.Mannschaft von ROT- WEISS. Damit konnte man sich für die in der nächsten Saison zu einer Staffel zusammengefasstenLeistungsklasse nicht qualifizieren. Am Jahresende belegte man in der Punktspielsaison 82/83 in der Staffel U1-B den letzten Tabellenplatz.

Die AH – Mannschaft schloss die Saison 82/83 mit einem Platz in der unteren Tabellenhälfte ab. Die Punktspielsaison 83/84 brachte keine wesentliche Veränderung in der Platzierung.

 

1984

Mit Spannung erwarteten die Akteure der 1. Mannschaft die neue Saison. Mit Mühe konnte Betreuer O. Liesenfeld den Optimismus einiger Spieler bremsen. Seine Rechnung war einfach: Wenn ROT-WEISS in der zweigleisigen Liga mit 13 Mannschaften jahrelang Platz 5 oder 6 belegte, dann kann in der eingleisigen Oberliga nur  Platz 10 bis 12 herauskommen. Insofern würde man von Anfang an gegen den Abstieg spielen.

Ein Teil der Mannschaft bereitete sich mit regelmäßigem Trainingsbesuch auf die neue Saison vor. Das Training wurde unter der Leitung von U. Leuendorf auf der Rodelbahn an der Krummen Lanke durchgeführt

O. Liesenfeld sollte mit seiner Prognose richtig liegen. Am Jahresende belegte die Mannschaft nach 15 Spielen den 12. Tabellenplatz, das bedeutete zum Saisonende den Abstieg aus der Oberliga in die Liga.

Alle drei ROT – WEISS – Mannschaften schieden frühzeitig aus den Pokalwettbewerben aus.

Der Sportkamerad T. Krämer siedelte im Mai nach München über und stand der Mannschaft nur gelegentlich bei Berlin -Besuchen zur Verfügung. Der Sportkamerad T. Schmidt nahm lediglich an 2 Punktspielen teil. Diese beiden Spieler fehlen der 1. Mannschaft, sie gehörten in den letzten Jahren zu den spielbestimmenden Leuten.

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Links:1.Männer h.R.v.l.::v.Allmen,Leuendorf, D.Lange, M.Vater, Pirker, C.Ehl, Malek,Liesenfeld, v.R.v.l.:Held, R.Lange,

 Pridöhl, Bläsing, Rodewald, A.Vater    

Rechts: Alte Herren: S.Volkmann, Paech, Liesenfeld, R.Lange, Polauke,K.-D.Arp, Pridöhl, P.Roggenbach, v.R.v.l. H.Volkmann, Knossalla, Rodewald, Begner, Bläsing

1985

Das Jahr der Staffelsiege !!!

Nach einem kurzen Gastspiel in der Liga schaffte die 1. Mannschaft mit 3 Punkten Vorsprung den Aufstieg in die Oberliga.

Da sagten die Alten Herren, was die können, können wir auch!

Erster Platz in der Staffel A: ROT-WEISS Tempelhof. Ein stolzer Erfolg !

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Links:1.Männer h.R.v.l.::.R.Lange, v.Allmen, M.Vater, .Elsasser, Pirker, Herrschaft, Liesenfeld, vorne v.l.: Rodewald, Pridöhl, Held, Bläsing, A.Vater. Rechts:AH-Mannschaft: H.R.v.l.: K.-D. Arp, Polauke, Fieck, Pridöhl, Jakuscheit, Roggenbach; vorne v.l.: S:Volkmann, R.Lange, .Begner, Knossalla, Held, Leuendorf

Die 2. Mannschaft belegte den fünften Tabellenplatz

Im September begann der Kampf ums Überleben in der Oberliga. Am Ende des Jahres 1985 belegte die 1. Mannschaft den vorletzten Tabellenplatz mit 4:14 Punkten und dem sagenhaften Torverhältnis von 8:27.

Am 29. und 30. Juni 1985 fand im Volkspark Mariendorf ein Bezirkssportfest statt. Wir nahmen mit 2 Mannschaften daran teil und machten den Sieg unter uns aus.

An Festivitäten hatten wir am 16. Februar die Faschingsfeier, am 2. Juni die Radtour und am 21. Dezember unsere Weihnachtsfeier.

 1986

Das Jahr 1986 begann zunächst mit Veränderungen im Vorstand. Jürgen Pirker und Bernd Held stellten sich nicht zur Wiederwahl. Es kandidierten statt dessen Mathias Vater und Rainer Lange, die auch einstimmig gewählt wurden. Sportlich sah es zu Beginn des Jahres gar nicht gut aus. Die 1. Mannschaft stand auf einen Abstiegsplatz, und Besserung war nicht in Sicht.

Somit war der Abstieg in die Liga nach elf Niederlagen von fünfzehn Spielen besiegelt. Wer da nun glaubte, man könne in der Liga nun gleich um den Wiederaufstieg mitspielen, sah sich getäuscht. Es setzte bis zum Jahresende 4 Niederlagen, zwei Unentschieden, bei nur 2 Siegen. Im Dezember fand sich die 1. Mannschaft auf dem 10. Platz wieder und war mitten drin im Abstiegskampf.

Ganz anders sah es bei der 2. Mannschaft aus. Sie führte zu Beginn des Jahres die Tabelle an. Leider konnte die Mannschaft diesen guten Platz nicht halten. Als Hauptgrund muss man personelle Probleme anführen. Es gab häufig das Problem die Mannschaft voll zu bekommen, geschweige denn an zwei Spieltagen mit der gleichen Aufstellung auflaufen zu können. Dies führte zum Saisonende dazu, dass die 2. Mannschaft auf den 5. Platz zurückfiel. Es wurden dabei aber immerhin 70 Tore geschossen, und das Punktverhältnis war mit 28 : 20 positiv.

Für die AH begann das Jahr auch recht gut. Man spielte in der höchsten Klasse und stand zum Jahreswechsel auf dem 3. Tabellenplatz. Leider folgten auch hier zu unterschiedliche Leistungen, als dass man sich in der Spitze hätte festsetzen können. Es gab mehrere knappe und unglückliche Niederlagen. Man erreichte letztlich immerhin noch einen beachtlichen 5. Tabellenplatz bei positivem Punktverhältnis (23:21) und einem Torverhältnis von  42:51.

Für das kommende Jahr galt es für die Senioren, möglichst gleichbleibende Leistungen zu zeigen, sonst würde man die höchste Spielklasse nicht halten können.

1987

Am Anfang des Jahres 1987 musste die 1. Mannschaft sehr aufpassen, dass sie nicht in arge Abstiegsnot geriet. Die Erste konnte sich aus der Abstiegszone lösen und erreichte am Ende der Saison noch einen befriedigenden 9. Tabellenplatz.

Die neue Saison brachte in der 1. Mannschaft personelle Veränderungen. Mehrer ältere Spieler gingen in die Senioren ab, und neue, jüngere, spielstarke Spieler rückten nach. Die Hauptaufgabe des Trainers war also, die Spieler zu integrieren und eine starke Einheit zu formen.

Man befand sich zum Jahresende nun auf den 7. Tabellenplatz, aber diese neue Mannschaft sollte sich zweifellos noch verbessern.

Die 2. Mannschaft lag zu Beginn des Jahres auf dem 9. Tabellenplatz. Man konnte aber die restlichen Spiele in der Mehrzahl gewinnen und konnte sich so noch auf den 5.Platz vorarbeiten.

Die AH ereilte in diesem Jahr das gleiche Schicksal wie im Vorjahr die 1.Mannschaft. Man musste leider aus der höchsten Spielklasse absteigen. Zum Jahresbeginn stand man schon auf einem Abstiegsplatz. Bei vier Niederlagen und einem Unentschieden gegenüber nur 2 Siegen rutschte man sogar auf den letzten Tabellenplatz ab. Mit 12:6 Punkten und 17:12 Toren stand man auf dem 4. Tabellenplatz mit berechtigten Hoffnungen auf einen Wiederaufstieg. Wenn weiter so gleichmäßig gespielt wird, sollte dies auch möglich sein.

1988

as Jahr 1988 muss man für den Verein als überwiegend positiv bewerten. Es gab wie schon 1987 mehrere Neuaufnahmen von jungen Spielern, die nicht nur Fußball spielen wollten, sondern auch aktiv am Vereinsleben teilnahmen. Man muss in diesem Zusammenhang besonders Roger Dudek und Mathias Vater erwähnen, die sich als unermüdliche „Spielschlepper“ betätigten.

Die Jahreshauptmitgliederversammlung war mit nur 16 Teilnehmern äußerst schwach besucht. Nach den diversen Berichten vom Vorstand und Betreuern wurde in diesem Jahr auch noch der Ausschuss für die im nächsten Jahr stattfindende 35 Jahrfeier gewählt.

 

Am 27.2.88 wurde im Jugendheim Holzmannstr. eine Faschingsfeier veranstaltet. Sie wurde wie vorher auch schon von Karin und Jochen Begner organisiert. Die Beteiligung war gut und die Kostüme originell. Die Stimmung war Dank einiger ausgesprochener Frohnaturen im Verein hervorragend.

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Fasching 1984:

Links.:U.Niederstraß.Liesenfeld,B.Zithier Rechts:K.Niederstrass,.G.Zithier,R.Lange

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Das Jugendheim Holzmannstraße

Im Sommer wollte der Verein dann seine alljährliche Grillfeier abhalten. Dazu wurde auf dem üblichen Weg die Nutzung des JugendheimesHolzmannstr. beim Bezirksamt beantragt. Zu unser aller Überraschung wurde uns dies nach 34 Jahren verweigert. Zurückzuführen war dies im Wesentlichen auf nicht nachzuvollziehende Behauptungen des Heimleiters. Leider stellte sich das Bezirksamt hinter diesen. Der Vorstand versuchte alles und ging letztlich sogar bis zum Bezirksbürgermeister. Man wollte wenigstens versuchen, die Weihnachtsfeier im Jugendheim zu retten. All dies führte leider nicht zum Erfolg. Es bleibt uns nur die Hoffnung, dass der Heimleiter seine Behauptungen offiziell zurücknahm, was leider nicht geschah.

Damit war der Ort unserer Gründungsstätte und das Gebäude, welches unseren Vereinsnamen

begründete, für uns unzugänglich geworden!       

 

Im August stand mal wieder eine Reise auf dem Programm. Das Ziel war, wie schon einmal vor elf Jahren, die „Goldene Stadt“ Prag. Am 12.8. machten sich 21 Rot-Weiße für 3 Tage auf den Weg. Auf dem Programm standen interessante Dinge wie „Römerfest mit Freibier“, eine Schiffsparty auf der Moldau mit Schwarzbier m. Cocktail und Grillspezialitäten, ein Varietebesuch und Bierprobe im Ufleku sowie ein Restaurantbesuch im berühmten „Schwejk“.

Selbstverständlich fand auch ein Fußballspiel statt, das von den „Rot-Weißen“ gewonnen wurde. Gott sei Dank konnte Ulli Leuendorf diesmal an einem Trikottausch gehindert werden, da wir in unserem „Originalsatz“ des 1.FC Köln spielten.

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stehend v.l.:Riebeck, Utz, Leuendorf, Kienast, Liesenfeld, Przybylski, Skarabis, Krämer
kniend v.l.: Tjarks, Lazarus, Rodewald, Pusch, C.Mietz, M.Vater

Genächtigt hatten wir im Hotel Europa am Wenzelplatz, herrlich zentral, gegenüber dem Radschin, den wir ebenfalls besuchten, wie die „Goldene Gasse“.

 

Dass trotz allem eine gelungene Weihnachtsfeier stattfand, ist vor allem Peter Rodewald zu verdanken. Er stellte dem Verein kurzerhand die Kantine seiner Firma zur Verfügung. Darüber hinaus versorgte er die Gäste mit einem Weihnachtsessen, das man uneingeschränkt als sehr gut bezeichnen konnte. Für unsere „Kleinsten“ kam wie in jedem Jahr der Weihnachtsmann und brachte für alle eine Überraschung mit. Für die „Älteren“ wurde, wie in den letzten Jahren auch, eine Tombola veranstaltet, die sehr gut angenommen wurde.

Die vergangene Saison stand bei der 1.Mannschaft im Zeichen des Neuaufbaus, nachdem mehrere Stützen aus Alters- oder Zeitgründen nicht mehr voll zur Verfügung standen. Über die gesamte Saison hin gesehen, zeigte sich jedoch wieder die alte Rot-Weiße – Schwäche, dass viele Spielereinladungen notwendig waren, um jeweils vollzählig auflaufen zu können. Dies brachte die 1.Mannschaft zwischenzeitlich sogar in arge Abstiegsnot, die dann jedoch glücklicherweise gegen Ende der Saison 87/88 durch einen guten Endspurt abgewendet werden konnte.

Zu guter Letzt stand dann ein 7. Platz mit einem gerade noch positiven Punktverhältnis und dem schlechtesten Torverhältnis, seit Ulli Leuendorf im Jahre 1984 den Trainerposten der Ersten übernahm.

Das erstaunliche dabei war: 45 Tore wurden von einer Rot-Weiß Mannschaft auch schon lange nicht mehr geschossen.

Bei 50 Gegentreffern hieß das also, die Defensivarbeit zu verbessern, dann hatte diese Mannschaft eine Zukunft.

Platz
Team
Spiele
Tore
Punkte
1
TEB 2/Pol. Berlin2259:20 32:12
2
Commerzbank2249:3430:14
3
Axel Springer 2250:4823:16
4
BA Reinickendorf 2257:3826:18
5
FG Südwest 2245:3325:16
6
Berliner Lehrer2239:4123:21
7
RW Tempelhof 2235:47 23:21
8.-12.

Zu den SENIOREN:

Im Januar 1988 sah die „FuWo“ unsere Rot-Weiß-Senioren, sozusagen als das „Korsett“ des Vereines, auf dem 4. Platz mit positiven 13:7 Punkten und 18:13 Toren.

Im letzten Spiel der Saison gelang den Senioren dann noch ein Achtungserfolg gegen den schon feststehenden Meister BVG SVU 59 mit 2:1. In der Abschlusstabelle der Saison 87/88 rangierte RWT dann auf dem 5. Platz mit 25:19 Punkten und 41:40 Toren.

Saison 88/89:

 

Die Aussichten auf die Saison der 1.Mannschaft sah der Trainer insgesamt positiv, der Altersdurchschnitt war durch Spieler wie Kienast, Przybylski, Pusch, M.Frank und C.Mietz erheblich gesenkt worden, die Trainingsbeteiligung, Kameradschaft und Moral der Truppe waren gut.

Ziel für die nächste Saison war es, attraktiven Fußball zu spielen, die Verbesserung des taktischen Verständnisses, so dass die Rot-Weiß-Familie wieder Freude verspüren sollte, zuzuschauen, „dann könnte diese Mannschaft in der Spitze der Liga mitspielen“ meinte der Trainer der 1. Mannschaft, Ulli Leuendorf.

Durch die erwähnten Neuaufnahmen profitierte an meisten die 2. Mannschaft. Sie spielte so stark wie eigentlich noch nie. Auch machte es kaum noch Probleme, die Mannschaft voll zu bekommenen, es war meistens das Gegenteil der Fall. Die gesunde Mischung von Jung und Alt war gelungen, denn der Tabellenplatz spiegelte dies wider. Im Dezember 88 sieht die „FuWo“Rot-Weiß II auf dem 2. Tabellenplatz. Die Verteidigung mit den Volkmannbrüdern und Felix Maaß war kaum zu überwinden, dazu mit Andreas Klotz ein Torschütze der Sonderklasse. Er traf allein in elf Spielen nicht weniger als 21 Mal. Allerdings setzte es auch die höchste Niederlage, die es bis dahin bei Rot-Weiß je gegeben hat. Es schlug nicht weniger als 17 Mal im Rot-Weiß-Kasten ein.

Insgesamt konnte man sagen, dass die Moral und Kameradschaft in der 2. Mannschaft stimmte, und dass es wieder Freude machte, in dieser Mannschaft zu spielen.

1989

1988/1989, die erfolgreichste Saison seit Vereinsgründung

 

35 Jahre dauerte es, bis Rot-Weiß den ganz großen Erfolg landete:

·  Die 1. Mannschaft wurde ÖTV-POKALSIEGER der 1. Mannschaften.

· Ein abschließender 4. Platz in der Liga Staffel A für die 1. Mannschaften, wo sich im Nachhinein alle einig waren, dass der Aufstieg im Bereich des Möglichen lag.

·  Die 2. Mannschaft wurde Tabellenzweiter in der Tabelle der Staffel A, für untere Mannschaften. Mit einem Sieg im Relegationsspiel gegen die Berliner Bank gelang derAufstieg in die höchste Klasse für 2. Mannschaften, in die    Leistungsklasse.

·  Sieger in einem gut besetzten Hallenturnier zur Auftaktveranstaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten von Rot-Weiß. In einer vom Vorstand und dem Festausschuss großartig organisierten Veranstaltung holte die 1. Mannschaft von Rot-Weiß-Tempelhof den Turniersieg.

Platz
Team
Tore
Punkte
1
RWT 18:46:4
2
SEL 5:46:4
3
BA Tempelhof 2:5 4:6
4
Traber FC5:4 3:7
5
RWT 21:103:7

 Für viele unvergessen die interessanten und geselligen Reisen, die eine nach Budapestund die andere als Jubiläumsfahrt ins „Haus Belvedere“ nach Lichtenstein im Frankenwald. Leider liegen hier keine Reiseberichte vor.

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Links: Unsere Elf in Budapest,h.R.v.l.::Kienast, S.Volkmann, Leuendorf, Utz, Bläsing, M.Vater, v.R.v.l.:Przybylski, Begner, Pusch, J.Volkmann,Held, Tjarks
Rechts: Spaß im Budapester Bad:h.v.l.:G.Reichert,Tjarks,Kienast,M.Vater,Leuendorf,Pusch,unten:Pridöhl

Gewinn des ÖTV –POKALS, der erste große Titel für Rot-Weiß Tempelhof!
Nach einem Freilos in der ersten Runde, qualifizierten wir uns durch Siege über Südwest 8:1 , Blau-Weiß-Mefra 5:2, Tornow 8:2, Bekum 4:1 mit verhältnismäßig klaren Siegen für das Pokalendspiel. Im Halbfinale ging es gegen den ersten großen Brocken aus der Oberliga, Wasser 75. Interessant war, dass nach dem blamablen 1:2 gegen Justitia in der Meisterschaftsrunde, welches wohl alle Hoffnungen auf den Aufstieg vereitelte, der Vorschlag aus der 1. Mannschaft kam, die Aufstellung auf mehreren entscheidenden Positionen zu ändern. Uwe Lazarus rückte zurück in die Liberoposition, was wohl schon die ganze Saison sein Wunschtraum war. Harry von Allmen spielte dafür Außenverteidiger bzw. defensives Mittelfeld und fügte sich in dieser Position blendend in das Spiel ein. Da diese Umstellung das Offensivspiel der Mannschaft, nach Meinung des Trainers, entscheidend schwächte, konnte er Pirker, trotz Marathonlaufens, zu einem Comeback bewegen. Diese Konstellation wurde dann in zwei Spielen, gegen die BEWAG 4:2 und BVG Spandau 2:2, mehr oder minder erfolgreich geübt. Wasser 75 wurde dann durch die konzentriert zur Sache gehenden Rot-Weißen in der ersten Halbzeit kalt erwischt. Durch Tore von Harry v. Allmen, 27. Min., Frank Schmiedke , 34. Min. und Mathias Vater, 39. Min., führte man schon fast uneinholbar 3:0, ehe Wasser 75 in der 40. Min. den Anschlusstreffer zum 3:1 erzielen konnte.

In der zweiten Halbzeit zeigte Rot-Weiß dann Nerven und mit fortlaufender Spielzeit auch Konditions- und Konzentrationsschwächen. Folgerichtig fielen dann auch die Treffer zum 3:3, in der 53. und 68. Min. für den Oberligisten. Turbulente Schlussminuten waren noch zu überstehen, in denen aber auch Wasser 75 dem harten Kampf Tribut zollen musste und die Rot-Weiß Abwehr um die überragenden Hesse und Lazarus jederzeit den Überblick behielt.

Somit war ein entscheidendes Elfmeterschießen vorgegeben, wo die von Ulli Leuendorf benannten Schützen, Lazarus, Pirker, Schmiedke, M.Vater und Kienast, keine Mühe hatten zu verwandeln , während der erste Spieler von Wasser 75 bereits vergab. Damit stand am Ende ein 8:6 Sieg. Wir hinterließen einen sprachlosen und überraschten Oberligisten.

Nach dem höchsten Saisonsieg in der Meisterschaft, über Commerzbank mit 9:1 , ging es am27. Mai 1989 im ÖTV-Pokalendspiel, gegen BA Steglitz. Austragungsort war das Stadion Neukölln , der Rasenplatz in der Oderstr.

Die erste Elf des Pokalfinales bestand aus:

Hesse

Lazarus

Prybylski         A.Vater          v.Allmen

Vater   Rodewald   Schmiedke

Kienast           Pirker

Pridöhl

 

Eingewechselt wurden: Pusch für Rodewald und Herrschaft für Przybylski

Zum Spielbericht der FuWo seien noch einmal einige Punkte zu erwähnen. Zum einen, dass beide Mannschaften unter der großen Hitze zu leiden hatten, zum anderen , dass hier eine Ligamannschaft , also ein klarer Außenseiter, auf einen Oberligisten traf. Nun war aber BA Steglitz durch das Halbfinalergebnis gewarnt und spielte nicht so, wie man es von der höherklassigen Mannschaft erwartete. Beide Mannschaften hatten in der gesamten Spielzeit, mit Verlängerung, die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden.

Am Ende der Verlängerung stand dann ein gerechtes 0:0 und somit mussten die bewährten Elfmeterschützen aus dem Halbfinale, in gleicher Reihenfolge, die Kastanien aus dem Feuer holen. Auch hier war dann wieder die bessere Konzentration der Schützen auf unserer Seite. Da die beiden ersten Steglitzer vergaben und bei uns keiner patzte, überließ Mannschaftskapitän M. Vater unserem Elfmeterschützen, U. Kienast , den alles entscheidenden vierten Schuss!

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Unbeschreiblicher Jubel: v.l.: Pirker,A.Vater,M.Vater,Liesenfeld,Rodewald,Pridöhl,Kienast,M.Frank

Spielereinsätze in der Saison des Pokalsieges: 

Schmiedke 27, Pridöhl 26, v.Allmen 25, Kienast 25, Przybylski 25, Lazarus 25, M.Vater 24, Pusch 24, A.Vater 21, C.Mietz 19, Frank 17, Rodewald 17, Hesse 13, Klukas 13, Skarabis 11, Herrschaft 10, Pirker 6, Grzeschik 3, Held 2, D.Begner 1, Bettac 1, Bläsing 1, Maaß 1,Tjarks 1

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Stehend v.l.:Mietz, Klukas, C.Mietz, Pirker, v.Allmen, Kienast, Przybylski, Schmiedke, Lazarus, M.Vater Leuendorf,Liesenfeld;
Kniend v.l.: Herrschaft, Pridöhl, Rodewald, Hesse, Frank, A.Vater, Pusch

image184 Abschließend muss im Bericht über diese Saison noch ein besonderes Wort über zwei Spieler verloren werden, ohne dabei die Leistungen aller anderen zu vernachlässigen. Da ist die Rede von Peter Rodewald , bei dem der Trainer erst nach sechs Spielen merkte, dass er, trotz des Alters, nicht an ihm vorbei kommt. Festzustellen ist, er war eine DER Stützen der Saison. Und von Jürgen Pirker der, wie er selbst fand, trotz seines späten Einstandes, noch einmal großen Spaß am Fußball fand. Nach einer so erfolgreichen Saison, die uns einen guten Mittelfeldplatz einbrachte, hieß es daher, nach vorn zu sehen und mit Blick auf die „ewige Tabelle der Oberliga: “Der Aufstieg muss her „

Trainer Leuendorf u.Kapitän M.Vater

 In der Saison 88/89 hatten es die RWT-Senioren. mit bekannten Namen des Betriebssports zu tun. Es handelte sich um Blau-Gelb 51, die SG Schering, GASAG, SG Siemens, Borsig, BSR D, Schindler, Bewag und BA Charlottenburg. Zu erwähnen wäre noch, dass im Beamtenbundpokal gegen die übermächtige Feuerwehr mit 2:5 das Aus kam. In der Tabelle nahm RWT an Ende des Jahres den 5. Platz mit 11:9 Punkten ein.